Zeckengebiete

In dieser Rubrik beschränken wir uns auf die wichtigste einheimische Zecke, den Gemeinen Holzbock.

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Zecken im November/Dezember

Wir verlassen das Haus nicht mehr ohne warme Jacke oder Mantel. Der Scheibenkratzer liegt im Auto bereit … für alle Fälle. Ein Waldspaziergang hat aber auch in dieser Jahreszeit seine Reize – und er tut uns gut, macht munter und beugt Erkältungen vor. Sollte man dabei besser auch an Zecken denken?



Können Zecken in dieser Jahreszeit überhaupt noch aktiv sein?
Wenn ja, unter welchen Umständen?
Wo halten sich Zecken in den Wintermonaten auf?

Die Bäume haben sich entblättert und damit dem Waldboden eine neue Laubdecke verpasst. Unzählige Insekten und andere Kleinsttiere, so auch die Zecken (der Gemeine Holzbock, Ixodes ricinus), befinden sich nun eher unten in der Laubstreu und profitieren von den zusätzlichen schützenden Lagen. Die Laubstreu bildet mit ihren vielen Schichten ein Feuchtereservoir und bewahrt so die Zecken vor Austrocknung, vor extremem Frost und auch davor, leicht entdeckt zu werden.

Zecken bei Kälte
Es ist in Mitteleuropa in der Regel ab etwa Mitte November für Zecken zu kalt, um aktiv zu sein und auf Wirtsuche zu gehen. Tiefe Temperaturen hemmen ihre Beweglichkeit bis hin zur Kältestarre. Unter diesen Umständen wäre es für Zecken nicht sehr aussichtsreich, sich auf Wirtssuche zu begeben. Zudem ist das Risiko hoch, außerhalb der schützenden Laubschicht bei starkem Frost zu erfrieren.

Eine klare Temperaturschwelle, unter der Zecken nicht mehr aktiv sind, lässt sich nicht benennen. Ist es nur für ein oder zwei Tage kalt (z.B. Höchsttemperatur unter 7–8°C oder Durchschnittstemperatur unter 4–5°C), sind trotzdem noch einige Zecken aktiv. Die Aussage, dass Zecken unter 6°C generell nicht aktiv wären, ist besonders für den Spätherbst irreführend. Dauerfrost allerdings bringt ihre Aktivität sehr schnell zum Erliegen.

Risiko durch Zecken im Winter?
Stets ist in diesem Zusammenhang die Temperaturentwicklung über mehrere Tage zu betrachten. Einige milde Tage hintereinander mit Höchsttemperaturen über 9–10°C können Zecken auch in dieser Jahreszeit dazu bringen, ihre Aktivität wieder aufzunehmen, vorausgesetzt, es liegt kein Schnee. Und: Werden Zecken in den Wintermonaten aktiv, dann können sie ganz genauso wie in anderen Jahreszeiten das FSME-Virus oder Erreger der Lyme-Borreliose auf den Wirt übertragen.

Warme Kleidung allein schützt nicht gegen den Befall mit Zecken! Einmal auf der Kleidung gelandet, finden sie ziemlich sicher einen Weg, um auf die Haut vorzudringen, auch in kühleren Jahreszeiten.

Insgesamt können wir mit dem Risikofaktor Zecken im Winter entspannt umgehen, aber völlige Entwarnung ist leider nicht angebracht. Es kann beispielsweise vorkommen, dass sich bei Hunden, die für längere Zeit im Laub wühlen, eine Zecke im Fell verfängt. Durch die Körperwärme aktiviert, kann diese Zecke die Gelegenheit nutzen und auch im Winter zustechen.

Dass Zecken mit dem Weihnachtsbaum ins Haus kommen, dürfte allerdings zu den großen Ausnahmen gehören, denn Zecken überwintern in der Laubstreu und nicht auf Bäumen.

Was ist mit anderen Zeckenarten?
Erwachsene Schafzecken und Auwaldzecken haben für ihre Aktivität eine tiefere Temperaturschwelle als der Gemeine Holzbock. Liegt kein Schnee und ist es nicht eisig, ist mit ihnen in den Wintermonaten durchaus zu rechnen. Sie befallen sehr gern Hunde, stechen Menschen jedoch in der Regel nicht oder nur sehr selten.


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