Zeckengebiete

In dieser Rubrik beschränken wir uns auf die wichtigste einheimische Zecke, den Gemeinen Holzbock.

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Die Zeckenaktivität im Januar/Februar 2014:

Es war ziemlich heftig.

Der biologische Frühling begann dieses Jahr sehr früh. Schon vor Ende Februar standen Schneeglöckchen, Winterling und Krokus in voller Blüte, und auch die Zecken waren schon äußerst munter. In weiten Teilen Deutschlands bewegte sich die Zeckenaktivität Ende Februar bereits auf mittlerem Niveau, was für diese Jahreszeit ungewöhnlich hoch ist.

Die Zeckenaktivität hat in diesem Jahr schon Anfang Januar begonnen, nach einem sehr milden Dezember 2013, der ebenfalls verhältnismäßig viele Zecken zur Aktivität verführte. Wird der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) in den Wintermonaten aktiv, ist das stets auf ungewöhnlich milde Temperaturen zurückzuführen. Dann trifft man vor allem auf erwachsene Zecken, weniger auf das halbwüchsige Nymphenstadium, aber niemals auf das Larvenstadium.

Im besonders milden Südwesten Deutschlands war der Gemeine Holzbock den ganzen Winter 2013/14 hindurch aktiv. Fast könnte man von einem Zeckenwinter sprechen. Dies bestätigen auch die vom Robert Koch-Institut für Januar und Februar 2014 gemeldeten 5 Fälle von FSME, was für diese beiden Monate ungewöhnlich viele waren.

Ob sich die winterliche Wirtsuchaktivität für den Gemeinen Holzbock ausgezahlt hat, ist fraglich, denn viele Wirte sind auch in einem milden Winter nicht sehr aktiv (Kleinsäuger), oder sie überwintern in wärmeren Gefilden (Zugvögel). Seine Chancen, einen Wirt zu finden, waren wahrscheinlich nicht allzu groß. Gleichzeitig kosten auch winterliche Aktivitätsphasen wertvolle Energie, die den Zecken im Sommer unter Umständen fehlen wird, wenn sehr viel mehr potenzielle Wirte den Wald besiedeln.
Es ist auch nicht so, dass in milden Wintern sehr viel mehr Zecken überleben als sonst. Unter einer Schneedecke überlebt der Gemeine Holzbock auch tiefe Temperaturen sehr gut, ansonsten würde man ihn z.B. in Schweden nicht so häufig antreffen.

Die hohe Zeckenaktivität am Ende dieses Winters ist auch kein Gradmesser für das zu erwartende Aktivitätsniveau im kommenden Sommer, obwohl fälschlicherweise immer wieder zu lesen ist, dass auf milde Winter Zeckenjahre folgen. Der Winter 2006/2007 beispielsweise war in Deutschland extrem mild. Auch damals waren die Zecken durchgehend aktiv und bereits im März erreichte die Zeckenaktivität Rekordwerte. Ein extrem trockener und warmer April sorgte dann aber offenbar dafür, dass viele Zecken an Wassermangel eingingen, und die Zeckenaktivität war in den folgenden Monaten – entgegen den Langzeitvorhersagen einiger sogenannter Experten – verhältnismäßig gering. Insofern beschränkt sich www.zeckenwetter.de auf Kurzzeitvorhersagen der Zeckenaktivität.


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