Zeckengebiete

In dieser Rubrik beschränken wir uns auf die wichtigste einheimische Zecke, den Gemeinen Holzbock.

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Hunde-Zeckenwetter

Für Hundebesitzer von besonderem Interesse: Das Hunde-Zeckenwetter!

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Zeckensaison

Wann ist mit Zecken zu rechnen und wann sind sie besonders aktiv?

Antworten hier.

Was tun bei Zeckenstich?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Zecke zu entfernen. Wir empfehlen folgendes Vorgehen:



1) Zecke identifizieren

Mithilfe einer Lupe können auch kleine Zecken (Nymphen oder sogar die noch kleineren Larven) sicher identifiziert werden. Ist ein Fotoapparat zur Hand, sollte man den Stich mit noch saugender Zecke fotografisch dokumentieren. Damit können später vielleicht aufkommende Zweifel, ob es sich wirklich um eine Zecke gehandelt hat, ausgeräumt werden.

2) Zecke entfernen
Wichtig ist, Ruhe zu bewahren! Es ist völlig normal, dass man mehrere Versuche braucht, um eine saugende Zecke erfolgreich zu entfernen. Befindet sich der Zeckenstich an einer ungünstigen Stelle, benötigt man die Hilfe einer zweiten Person. Je nach verwendetem Werkzeug sind unterschiedliche Vorgehensarten sinnvoll:



a) Pinzette
Die Zecke an ihren stabilen Mundwerkzeugen so hautnah wie möglich packen und dann kontrolliert, nicht ruckartig, herausziehen.

b) Zeckenzange
Eine feine Zeckenzange kann wie eine Pinzette benutzt werden. Mit einer groben Zange lässt sich die Zecke mitunter nicht herausziehen. Dann empfiehlt es sich, die Zecke, ohne zu ziehen, mit der geschlossenen Zange immer wieder um ihre eigene Achse zu drehen, bis sie loslässt.

c) Zeckenkarte
Die Zecke mit dem V-förmigen Ausschnitt greifen und langsam herausschieben oder -hebeln. Manche Zeckenkarten haben einen größeren und einen kleineren V-förmigen Ausschnitt für größere bzw. kleinere Zecken.

d) „Kuhfuß“
Zecke mit dem V-förmigen Ausschnitt hautnah greifen und heraushebeln oder mehrfach um die eigene Achse drehen, bis sie loslässt.

3) Stichstelle begutachten
Mit einer Lupe lässt sich gut kontrollieren, ob die Zecke vollständig entfernt wurde. Bleiben kleine Teile der Zecke in der Wunde zurück, ist das aber nicht tragisch. Es handelt sich meist um Teile der Mundwerkzeuge der Zecke, die mit der Haut früher oder später problemlos abgestoßen werden.

4) Stichstelle versorgen
Stichstelle gut desinfizieren. Hierfür Alkohol oder eine jodhaltige Salbe verwenden und Pflaster drauf!

Nützliche Utensilien:

  • kleine Lupe
  • Fotoapparat
  • gut schließende Pinzette (oder Zeckenzange, Zeckenkarte, „Kuhfuß“ oder ein anderes geeignetes Werkzeug)
  • Desinfektionsmittel und Pflaster

Was tun, wenn kein Werkzeug zur Zeckenentfernung zur Hand ist oder man zu aufgeregt ist?

Die Spitze des Zeigefingers mit Speichel benetzen und mit mäßigem Druck die Zecke immer wieder um ihren Stechrüssel drehen. Die Drehrichtung ist…

Die Spitze des Zeigefingers mit Speichel benetzen und mit mäßigem Druck die Zecke immer wieder um ihren Stechrüssel drehen. Die Drehrichtung ist egal. Meist lässt die Zecke dann innerhalb von 2–3 Minuten los, manchmal sogar erheblich schneller.
Funktioniert dies nicht, bleibt noch die Möglichkeit zu versuchen, die Zecke mit den (am besten langen) Fingernägeln hautnah an den Mundwerkzeugen zu packen und herauszuziehen. Dabei sollte man vermeiden, mit den Körpersäften der Zecke in Berührung zu kommen.

Hat man das Gefühl, dass man nicht in der Lage ist, die Zecke zu entfernen, ist auch das kein Grund zur Besorgnis oder gar zur Panik. Es sollte dann schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, der den Übeltäter beseitigt.

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Wichtige Regel:

Dass man eine saugende Zecke möglichst bald entfernt, ist wichtiger als die Art und Weise,

Dass man eine saugende Zecke möglichst bald entfernt, ist wichtiger als die Art und Weise, wie man sie entfernt.

Im Unterschied zu dem, was man immer wieder liest, gibt es bisher keinen wissenschaftlich-experimentellen Hinweis darauf, dass …
… das Quetschen einer saugenden Zecke, wenn man sie trotz zahlreicher Versuche mit einer Pinzette nicht richtig zu fassen bekommt, oder
… die Anwendung von Speiseöl oder Nagellack, um der saugenden Zecke die Atemöffnungen zu verkleben und damit ihre Sauerstoffzufuhr zu unterbinden, in der Hoffnung auf ein erleichtertes Entfernen der so betäubten Zecke,
… die Infektionsgefahr für den Gestochenen erhöht.

Wir haben in einer Studie kein Indiz dafür gefunden, dass diese Maßnahmen die Übertragung von Borrelien fördern (O. Kahl und Mitarbeiter, 1998, Zentralblatt für Bakteriologie, Band 287, S. 41–52).

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Übrigens…

Wo eine Zecke zum Stich gekommen ist, sind weitere oft nicht fern. Unbedingt die Kleidung und den ganzen Körper möglichst bald gründlich auf weitere Zecken absuchen. Hierbei mag ein Taschenspiegel wertvolle Dienste leisten, wenn niemand helfen kann.


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