Zeckengebiete

In dieser Rubrik beschränken wir uns auf die wichtigste einheimische Zecke, den Gemeinen Holzbock.

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Was tun nach Zeckenstich?

Übersicht

  • Stichstelle fotografieren und Datum notieren
  • Stichstelle zweimal pro Woche kontrollieren
  • Den Arzt aufsuchen bei …
    - einer wachsenden Hautrötung oder ringartigen Verfärbung von mehr als
      2 cm Durchmesser in den ersten 4 Wochen nach Zeckenstich
    - grippeähnlichen Symptomen innerhalb der ersten 4 Wochen nach Zeckenstich




Erläuterungen
Hat man eine saugende Zecke vom Körper entfernt, tauchen jede Menge Fragen auf. Scheuen Sie sich nicht, einen Arzt aufzusuchen, um sich entsprechend medizinisch beraten zu lassen.

Wir empfehlen, sich unbedingt im Kalender zu notieren, dass man einen Zeckenstich hatte. Auch das besuchte Zeckengebiet und die Stelle des Stiches am Körper sind wichtige Informationen. Die Stichstelle sollten Sie zweimal pro Woche kontrollieren. Es ist normal, dass die gerötete Fläche rund um die Stichstelle nur sehr langsam kleiner wird und dass es mehrere Wochen dauert, bis sie ganz verschwunden ist. Nicht normal ist es, wenn sich die gerötete Fläche um die Stichstelle nach einigen Tagen beginnt auszudehnen oder wenn sich ein wachsender rötlicher Ring ausbildet. Spätestens, wenn die Rötung größer als eine 1-Euro-Münze ist (also mehr als 2 cm Durchmesser aufweist), sollte man unverzüglich einen im Umgang mit Zeckenstichen und den möglichen Folgen erfahrenen Arzt aufsuchen – und selbstverständlich nicht vergessen, den Zeckenstich zu erwähnen!

Solch eine Hautrötung oder ringartige Verfärbung (medizinisch: Erythema migrans) ist meist das erste und auch das häufigste Symptom einer Lyme-Borreliose. Ursache sind korkenzieherförmige Bakterien, sog. Lyme-Borrelien, die in ganz Deutschland mehr oder weniger häufig in Gemeinen Holzböcken (zoologischer Name: Ixodes ricinus) vorkommen. Dementsprechend ist die Lyme-Borreliose die Krankheit, die nach Zeckenstich in weiten Teilen Europas mit Abstand am häufigsten auftritt. Einmal diagnostiziert, wird sie mit bestimmten Antibiotika behandelt. Eine vorbeugende Impfung gibt es für den Menschen nicht.

Haben Sie sich in einem Gebiet aufgehalten, in dem das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus) vorkommt (FSME-Risikogebiete in Deutschland; laut aktueller Karte und Definition des Robert Koch-Instituts), und tritt in den ersten 4 Wochen nach Zeckenstich eine grippeähnliche Erkrankung auf mit Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen etc., ist ebenfalls ein Arzt aufzusuchen.
Einzelne Fälle von FSME in Deutschland wurden aber auch außerhalb der sog. FSME-Risikogebiete nachgewiesen. Wenn Sie zu Ihrem Land- oder Stadtkreis diesbezüglich mehr erfahren möchten, klicken Sie auf unsere Prognosekarte.

Ein hoffentlich schadlos überstandener Zeckenstich sollte Anstoß sein, um über künftige Vorsichtsmaßnahmen gegen Zeckenstiche nachzudenken.
Eltern machen sich meist hauptsächlich Sorgen um ihre Kinder. Dabei sollten sie unbedingt auch an sich selbst denken, wenn es darum geht, sich gegen FSME impfen zu lassen, da die Krankheit mit zunehmendem Alter tendenziell schwerer verläuft. Das Gespräch mit einem in diesen Dingen erfahrenen Arzt hilft bei der individuellen Risikoabschätzung und Entscheidung.


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