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FSME-Meldewesen in Deutschland

Von den wichtigsten beim Menschen auftretenden Krankheiten nach Zeckenstich, der Lyme-Borreliose und der FSME, ist erstere die häufigere und die zweite die gefährlichere.

Während die Statistiken über die Anzahl der jährlichen Lyme-Borreliose-Fälle äußerst lückenhaft sind und auch nicht in allen Bundesländern Meldepflicht besteht, sieht das bei der FSME anders aus. Alle Fälle werden über die Landesgesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin gemeldet, und dort wird eine zentrale Statistik geführt und im Epidemiologischen Bulletin auch wöchentlich veröffentlicht (www.rki.de, unter Infektionsschutz).

Meldepflicht und Verlauf einer FSME-Infektion
Meldepflichtig ist nur die Erkrankung des Nervensystems (neurologische Symptomatik). Davor tritt nach infektiösem Zeckenstich eine Art „Sommergrippe“ mit Fieber, Gliederschmerzen etc. auf. Allerdings bleibt die Ursache in aller Regel ungeklärt, da die Symptome unspezifisch sind. Während der grippeartigen Beschwerden ist das Virus in hoher Dichte im Blut vorhanden. Unser Immunsystem erkennt den Fremdling und versucht ihn, mit Fieber und Antikörpern zu bekämpfen. Es handelt sich quasi um ein Wettrennen: Eliminiert der Körper das Virus rechtzeitig aus dem Blut, bevor es in das Nervensystem übergeht? Wenn ja, kommt es nicht zu der gefürchteten zweiten Erkrankungsphase, die den Patienten unweigerlich ins Krankenhaus zwingt. Tritt das Virus ins Nervensystem über, kommt es akut zu mehr oder weniger schwerwiegenden neurologischen Ausfallserscheinungen, die intensiver medizinischer Betreuung und Überwachung bedürfen. Eine Therapie für die FSME gibt es allerdings nicht.

Etwa 1% der neurologisch Erkrankten (2. Erkrankungsphase) sterben, bei mehr als 30% treten mehr oder weniger schwere Folgeerscheinungen auf.

Information durch das Robert-Koch-Institut (RKI)
Das RKI gibt ferner einmal im Jahr eine aktualisierte Übersicht heraus, in der die sogenannten FSME-Risikogebiete in Deutschland genannt werden. Die Kriterien, nach denen FSME-Risikogebiete klassifiziert werden, sind kompliziert. Vereinfacht ausgedrückt, es muss pro Jahr eine gewisse Fallzahl (bezogen auf die Zahl der Einwohner in einem Land/Stadtkreis) erreicht werden, was nicht unumstritten ist, da bei einer zunehmenden Zahl an geimpften Personen das Erkrankungsrisiko auf die gesamte Einwohnerschaft gesehen abnimmt, ohne dass das individuelle Infektions- und Erkrankungsrisiko für nicht geimpfte Personen kleiner wird.

In jedem Jahr gibt es aber auch Fälle von FSME außerhalb dieser ausgewiesenen Risikogebiete. Klickt man auf Zeckenwetter.de auf einen Land-/Stadtkreis, findet der Besucher u.a. auch die Information, ob aus diesem Kreis zumindest einzelne FSME-Fälle in den letzten Jahren gemeldet wurden (Quelle RKI).
 
Wie häufig trat die FSME in den letzten Jahren auf?
Sehr hohe Fallzahlen gab es in den Jahren 2005 (432) und 2006 (546). Ansonsten wurden seit 2001 238–313 Fälle pro Jahr verzeichnet (Quelle: RKI). Vor allem betroffen sind Bayern und Baden-Württemberg. Regelmäßig tritt die FSME auch in Hessen, Thüringen, Sachsen und in Rheinland-Pfalz auf. Einzelfälle wurden in den letzten Jahren aber auch aus anderen Bundesländern gemeldet, und es macht den Eindruck, als wenn das Virus zurzeit langsam nach Norden vordringt. Wenn Sie wissen möchten, ob auch Ihr Land-/Stadtkreis betroffen ist, klicken Sie sich auf unserer Zeckenkarte durch oder tippen Sie Ihre Postleitzahl ein.


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