Zeckengebiete

In dieser Rubrik beschränken wir uns auf die wichtigste einheimische Zecke, den Gemeinen Holzbock.

mehr

Hunde-Zeckenwetter

Für Hundebesitzer von besonderem Interesse: Das Hunde-Zeckenwetter!

mehr

Zeckensaison

Wann ist mit Zecken zu rechnen und wann sind sie besonders aktiv?

Antworten hier.

Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) beim Hund

AuwaldzeckeDiese Spezies, die nur als erwachsene Zecke den Hund befällt, hat sich in den letzten Jahren in Deutschland stark ausgebreitet. Verbreitungsschwerpunkte in Deutschland sind der Osten und der Südwesten. Das Vorkommen der Spezies ist oft lokal begrenzt, im Gegensatz zum Gemeinen Holzbock, der im Wald und auf waldähnlichen Flächen eher flächendeckend vorkommt. Die Auwaldzecke bevorzugt im Unterschied zum Gemeinen Holzbock etwas offenere, aber nicht zu trockene, von hochwüchsigen Gräsern bewachsene Flächen, die mit Büschen oder jungen Bäumen durchsetzt sind.

Im Unterschied zum Gemeinen Holzbock ist die erwachsene Auwaldzecke in der kalten Jahreszeit, selbst im Januar und Februar, regelmäßig aktiv, sofern die Temperatur am Tag über 0°C liegt. Selten ist sie hingegen in den warmen Sommermonaten von Juni bis August zu entdecken. Lokal kann die Dichte der Auwaldzecke recht hoch sein – mitunter so hoch, dass erwachsene Weibchen und Männchen auf dem Hund zeitweise häufiger zu finden sind als Weibchen und Männchen des Gemeine Holzbocks. Im Unterschied zur erwachsenen Auwaldzecke findet man die Larven und Nymphen bevorzugt auf Kleinsäugern, nicht aber auf Hunden.

Auch die Männchen nehmen eine sich über mehrere Tage erstreckende Blutmahlzeit zu sich, oft direkt neben einem Weibchen. Erst dann sind sie in der Lage, Weibchen zu begatten.

Zu erkennen sind Auwaldzecken an ihrem charakteristischen Rückenschild, das nicht wie beim Gemeinen Holzbock einheitlich schwarz, sondern marmoriert ist. Vollgesogene Weibchen der Auwaldzecke sind etwas größer als die des Gemeinen Holzbocks. Charakteristisch ist, dass ihre Beine zwar ebenfalls an der Spitze des Körpers ansetzen, aber auch im gesogenen Zustand seitlich über die halbe Länge des Körpers nach hinten reichen.

Gefährlich werden können Auwaldzecken für Hunde vor allem als Überträger des Erregers der Hundebabesiose (auch „Hundemalaria“ genannt). Der Erreger (Babesia canis), ein Einzeller wie die Erreger der Malaria, parasitiert die roten Blutkörperchen. Bei den ersten Anzeichen dieser Krankheit (Schwäche, Kurzatmigkeit) sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

Der Mensch wird von dieser Zeckenart in Mitteleuropa nur sehr selten gestochen, und in aller Regel erkrankt er nach Infektion auch nicht an Hundemalaria.


natürliche Zeckenabweht - Probier-Set zum testen!
Zecken im Garten? - Zeckenrollen sind die Lösung!